Destination Anywhere

Was haben die Punkrocker von Destination Anywhere mit Annett Louisan und Tokio Hotel zu tun?!

Die drückende Liveperformance mit Bläsersatz, bei der mit 110% ausgerastet wird, bis mindestens 85% der Festivalbesucher komplett mitgerissen sind und die anderen 35% mindestens mit dem Bein wippen obwohl sie Ska eigentlich komplett scheiße finden?! Wahrscheinlich nicht.

Der Werdegang der Band, welche sich 2006 gründete und schon in den ersten zwei Bandjahren mit ihrem Debutalbum überregionale Bekanntheit erlangte, 2012 dann vor Ehrfurcht zitternd bei Rock am Ring Lemmy‘s Hand schüttelte und kurz darauf mit ihrem Wechsel zur deutschen Sprache Kritiker und Fans überzeugen konnte?! Auch nicht.

Vielleicht die Überzeugung auch 2017 Vollgas geben zu wollen und von Freitag bis Sonntag die Welt ein kleines bisschen besser zu machen? Menschen strahlen lassen, die im Sonnenschein mit einem Bier auf der Festivalwiese sitzen und sich auf die obligatorische Skaband freuen, die dann nicht mal in überholten Klischees ertrinkt und das ska in Eskalation klein schreibt? Eher nicht.

Destination Anywhere nehmen im selben Studio auf wie Annett Louisan und Tokio Hotel. Aber wen interessiert das schon?!

Folgendes wurde so auf keinen Fall über die Band gesagt:

„Diese Band hat mir gezeigt, was Rock‘n‘Roll bedeutet. Dankeschön.“

– Lemmy / Mötorhead

„Eine unfassbare Liveshow. Gänsehaut bis in den Irokesen.“

– Till Lindemann / Rammstein

„Cannabis, de calidad y barato.“

– Roberto Gañán Ojea / Ska-P

„Hoffentlich findet niemand heraus, dass diese Band günstiger zu haben ist als ich… !“

– Farin Urlaub / Die Toten Hosen

„Destination Anywhere schaffen das.“

– Angela Merkel / Eisenpimmel

 

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